SAVE – Umweltfootprint für Holzprodukte

Titel:

SAVE – Ressourcenschonung von Anfang an – Umweltkommunikationskonzept für Hersteller, Planer, Kommunen und Verbraucher im Bereich Holzprodukte“

Förderung über:

Druck

Antragsteller & Träger:

BS Umweltberatung & Management

Partner:

Holz von Hier gemeinnützige GmbH

Kurzbeschreibung:

Ein zentraler Trend bzw. eine generelle Entwicklung auf europäischer und nationaler Ebene geht in Richtung Nachhaltigkeit in Produktion und bei Produkten. Klimawandel, zunehmende Umweltzerstörung und Ressourcenknappheit zwingen dazu. Allein wir Europäer verbrauchen derzeit etwa doppelt so viele Ressourcen wie wir haben. Das hat mit Nachhaltigkeit nichts zu tun. Aber auch zwei bedeutsame Megatrends unserer Zeit „Ökologie, Nachhaltigkeit“ und „Authentizität“ unterstützen das und großen und wachsenden Zielgruppen sind diese Themen bei ihren Kaufentscheidungen sehr wichtig.
Aussagen zur Umweltwirkung von Produkten werden daher immer bedeutsamer. Planer, Architekten, Bauträger und Kommunen sind daher immer stärker an Informationen über die Umweltwirkung von Bauprodukten interessiert.

Gleichzeitig bleiben bislang verschiedene zentrale Vorzüge des Roh- und Werkstoffs Holz in entsprechenden Bewertungssystemen unberücksichtigt, wie z.B. schlicht die Tatsache, dass Holz, anders als Erdöl oder eine Reihe von mineralischen Rohstoffen, nachwachsend ist und damit prinzipiell zeitlich unbegrenzt zur Verfügung steht.
Für Holzprodukte ist „Holz von Hier“ derzeit das einzige Umweltzeichen, welches am umfassendsten die Umweltbilanz erfasst bzw. eine gute Umweltbilanz ausdrückt, da es über die Frage der Waldbewirtschaftung hinausgeht. In einem Mitte 2013 gestarteten Vorhaben, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert wird, soll dieses Instrument von „Holz von Hier“ zu einem umfassenden Umweltfootprint für Holzprodukte weiterentwickelt werden.
Das Projekt umfasst zwei Bausteine.

Im Baustein A wird das elektronische HvH-Controllingsystem mit Herkunftsnachweis zu einem „dynamischen Echtzeit-Umweltfootprint“ für Holzprodukte weiter entwickelt. Hiermit haben bei „Holz von Hier“ teilnehmende Unternehmen die Möglichkeit, individuelle Holzprodukte bzw. Chargen mit Informationen zu den relevanten einschlägigen Umweltparametern zu vermarkten, wobei hier der Vorzug kurzer Stoffkreisläufe z.B. gegenüber Importholz positiv zu Buche schlägt, anders als z.B. bei Instrumenten wie den EPD. Hiermit wird „Holz von Hier“ auch als Instrument für die Planung und Bewertung von Gebäuden und im Architekturbereich eine Rolle spielen.

Im Baustein B wird ein intuitiv verständliches Ampelsystem (rot für umweltbelastend bis grün für umweltschonend) entwickelt werden, mit dem die Vorteile von Holzprodukten insbesondere heimischer Herkunft durch die Bewertung aller Aspekte der Nachhaltigkeit Verbrauchern und Entscheidern aus Kommunen und Verwaltung näher gebracht und klarer kommuniziert werden können. Hier werden neben der Produktion und der Nutzungsphase auch Aspekte der Rohstoffverfügbarkeit bewertet werden, ebenso wie die Möglichkeiten einer Ressourcen schonenden Nachnutzung oder Verwertung bzw. der Ressourcenschonung und –effizienz an sich im gesamten Lebenszyklus des Produktes.

Für beide Bausteine werden in wichtigen Bereichen wie z.B. Schnittholz, Holzfenster, Außenholz oder andere, exemplarisch anhand konkreter Unternehmen, die hieran interessiert sind, die Bewertung solcher Produkte erarbeitet. Die Unternehmen haben damit mit Projektabschluss eine umfassende Umweltbewertung ihrer Produkte, die Sie in der Unternehmenskommunikation einsetzen können.

Das Projekt hat eine Laufzeit von Juni 2013 – März 2016.
Die Ergebnisse aus dem Projekt finden Sie im Bereich ‚Tools‘ unter Produktumweltampel und Umweltfootprintrechner.

Zielgruppen:

  • Verbraucher & Gesellschaft
  • Wirtschaft, Gesamte Forst- und Holzkette
  • Planer & Architekten
  • Entscheider & Multiplikatoren

Themenbereiche Forst & Holz:

  • Marketing
  • Kooperationen
  • Zertifizierung

Dokumente:

Hier geht es zur Projektseite.