Tools und Services
HVH Umweltfootprint
Der HVH/LCT-Umweltfootprint
Der HVH/LCT-Umweltfootprint wird nicht automatisch mit jedem HVH/LCT-Zertifikat erstellt. Soll er für ein bestimmtes Produkt oder Bauvorhaben genutzt werden, muss dies bereits bei der Planung beziehungsweise Ausschreibung berücksichtigt werden, damit die dafür erforderlichen Daten erfasst und in die Berechnung einbezogen werden können.
Lebenszyklusphasen
Der HVH/LCT-Umweltfootprint stellt Werte für verschiedene Lebenszyklusphasen eines Produktes bereit. Dabei wird transparent zwischen lieferkettenspezifischen Daten und verwendeten generischen beziehungsweise standardisierten Datensätzen unterschieden. Hierfür können je nach Verfügbarkeit betriebsbezogene Daten oder Datensätze aus anerkannten Quellen wie Thüneninstitut, ökobaudat, baubook oder entsprechenden wissenschaftlichen Datenquellen verwendet werden. Für A1 werden Daten zur Rohstoffbereitstellung berücksichtigt. A2 bildet die im HVH/LCT-System dokumentierten Transportwege entlang der einbezogenen Lieferkette vom Wald über die jeweiligen Verarbeitungsstufen bis zum letzten Hersteller ab („cradle-to-last-gate“). Für A3 werden Daten zur Herstellung berücksichtigt. A4 berücksichtigt die dokumentierten Transportwege vom letzten Hersteller bis zur Baustelle („last-gate-to-building“). Für weitere Lebenszyklusphasen, beispielsweise Montage, Nutzung und End-of-Life, können, soweit für die jeweilige Berechnung vorgesehen, standardisierte beziehungsweise generische Datensätze anerkannten Datenquellen einbezogen werden (siehe oben), die jeweils transparent erläutert werden.
Umweltindikatoren
Der HVH/LCT-Umweltfootprint kann für die betrachteten Lebenszyklusphasen verschiedene Umweltindikatoren ausweisen. Dazu gehören unter anderem das Treibhauspotenzial (GWP), Versauerungspotenzial (AP), Eutrophierungspotenzial (EP), photochemisches Ozonbildungspotenzial (POCP), Ozonabbaupotenzial (ODP), der Verbrauch abiotischer Ressourcen sowie ausgewählte Angaben zu Wasser- und Primärenergieverbrauch. Welche Indikatoren ausgewiesen werden und auf welchen Datenquellen sie beruhen, wird für die jeweilige Berechnung dokumentiert.
Lieferungsbezogene Daten
Eine Besonderheit des HVH/LCT-Umweltfootprints liegt in der Verknüpfung der Umweltberechnung mit den im System dokumentierten Warenströmen. Insbesondere Transportinformationen können dadurch auf die konkrete, im HVH/LCT-System erfasste Lieferkette und Lieferung bezogen werden. Damit können Veränderungen von Lieferwegen und Warenströmen bei entsprechend erfassten Produkten zeitnah in die Berechnung einfließen. Der HVH/LCT-Umweltfootprint ergänzt damit längerfristig gültige generische Umweltinformationen um lieferungsbezogene Informationen aus der dokumentierten Lieferkette.
Verwendung der Daten
Die lieferkettenspezifischen Daten des HVH/LCT-Umweltfootprints können Informationen zu konkreten Lieferketten, Produkten und beteiligten Betrieben enthalten. Ihre Verwendung und Weitergabe erfolgt daher entsprechend den hierfür geltenden Freigaben und Nutzungsbedingungen. Der HVH/LCT-Umweltfootprint bildet die jeweils ausgewiesenen Umweltindikatoren und Lebenszyklusphasen auf Grundlage der angegebenen Datenquellen und Systemgrenzen ab. Er stellt keine darüber hinausgehende pauschale Bewertung der gesamten Umweltwirkung eines Produktes dar.
HVH Klima-Gebäudepass
Einleitendes
Mit sinkendem Energieverbrauch in der Nutzungsphase eines Gebäudes gewinnen auch die Umweltwirkungen der eingesetzten Baustoffe und ihrer Vorketten an Bedeutung. Dazu gehören unter anderem die Treibhausgasemissionen aus Rohstoffbereitstellung, Herstellung und Transport. Bei Holzprodukten ist dabei zwischen dem im Holz gespeicherten biogenen Kohlenstoff und den Treibhausgasemissionen zu unterscheiden, die bei Bereitstellung, Verarbeitung und Transport und weiteren einbezogenen Lebenszyklusphasen entstehen.
Diese Größen können im Rahmen einer Klimabilanz gemeinsam betrachtet werden, sind jedoch nicht gleichzusetzen. Für eine Klimabilanz werden beide Größen getrennt ermittelt und anschließend nach der jeweils angewandten Berechnungsmethode gemeinsam betrachtet. Auch die CRCF-Verordnung der EU sieht bei der Bewertung der Kohlenstoffspeicherung vor, die mit der jeweiligen Aktivität verbundenen Treibhausgasemissionen zu berücksichtigen.
Bei langlebigen Holzprodukten kann die Speicherung von biogenem Kohlenstoff grundsätzlich als „Carbon Storage in Products“ berücksichtigt werden, sofern die hierfür geltenden Anforderungen und die entsprechende EU-Zertifizierungsmethodik erfüllt sind.
Gerade die Transportwege können sich je nach Herkunft und Verarbeitungskette eines Produktes erheblich unterscheiden. Deshalb ist es sinnvoll, bei der Bewertung nicht nur den letzten Hersteller, sondern auch die volständigen vorgelagerten Liefer- und Transportwege einzubeziehen. HOLZ VON HIER® (HVH) dokumentiert dies für die entsprechend zertifizierten Produkte und Lieferungen durch die im System erfassten Warenströme und Transportwege entlang der gesametn einbezogenen Lieferkette und zwar cradle-to-last-gate sowie last-gate-to-building.
Damit können für ein konkretes Bauvorhaben konrete Produkt- und Lieferkettenbezogene Daten in die Berechnung einbezogen werden, anstatt ungenauere generische Lieferkettendaten verwenden zu müssen. Das ist ein besonderer Vorteil von HOLZ VON HIER®.
HVH-Klima-Gebäudepass – Urkunde und Report
Der HVH-Klima-Gebäudepass führt die für ein konkretes Gebäude erfassten und nach HVH zertifizierten Baustoffe und Produkte zusammen. Auf Grundlage der festgelegten Berechnungsmethodik weist er die für diese Produkte berechneten Treibhausgaswerte und den in den eingesetzten Holzprodukten gespeicherten biogenen Kohlenstoff („Carbon Storage“) aus. Zusätzlich werden die berechneten Treibhausgasemissionen der erfassten HVH-Produkte mit festgelegten Benchmarkdaten verglichen und die sich daraus ergebenden Unterschiede und CO2 Einsparungen ausgewiesen.
Die Urkunde fasst die Ergebnisse zusammen. Der zugehörige Report erläutert die verwendeten Daten, Berechnungsgrundlagen und Ergebnisse.
Der Klima-Gebäudepass bezieht sich dabei auf die erfassten und in die Berechnung einbezogenen Produkte sowie auf die ausgewiesenen Lebenszyklusphasen und Umweltindikatoren. Er stellt keine pauschale Bewertung sämtlicher Umweltwirkungen des Gebäudes dar.
Bauherren, Kommunen und Planer, die einen HVH Klima-Gebäudepass für ihr Bauvorhaben nutzen möchten, sollten dies möglichst frühzeitig in die Planung und Ausschreibung einbeziehen. So können die dafür erforderlichen Produkt- und Lieferinformationen von Beginn an berücksichtigt und dokumentiert werden.
HVH Klima-Gebäudepass – konkrete Daten für die Gebäudebewertung
Der HVH Klima-Gebäudepass ist kein eigenes Gebäudebewertungs- oder Zertifizierungssystem, kann solche Systeme aber sinnvoll unterstützen.
Für die einbezogenen HVH-zertifizierten Holzprodukte stehen Daten zu den dokumentierten Lieferketten und Transportwegen vom Wald bis zur Baustelle zur Verfügung. Diese können, soweit sie zu den Vorgaben des jeweiligen Bewertungssystems passen, für die Gebäudebewertung und Dokumentation genutzt werden.
Planern und Auditoren erleichtert der HVH Klima-Gebäudepass die Beschaffung und Dokumentation konkreter Produkt- und Lieferkettendaten.
HVH Lieferkettensimulator
Einleitung
Klassische und vor allem generische Ökobilanzdaten beruhen häufig auf Durchschnittswerten (z.B. A3), GLO-Werten (z.B. A1), Summenwerten (A1-A3), festgelegten Annahmen (z.B. für A2 und A4), Szenarien (C,D) und gelten meist für mehrere Jahre (z.B. 3 – 5 Jahre). Veränderungen bei Herkunft, Verarbeitung und Transportwegen eines konkreten Produktes, einer konkreten Lieferkette ein Produket das in einem kobnkreten Gebäude verbaut wird, werden deshalb nicht unmittelbar abgebildet. Gerade bei internationalen Lieferketten können die tatsächlichen Transportwege und die damit verbundenen Umweltwirkungen von den über festgelegte Annahmen zugrunde gelegten Durchschnittswerten durchaus erheblich abweichen.
Entwicklung
Um die Auswirkungen unterschiedlicher Lieferketten besser sichtbar und vergleichbar zu machen, wird aktuell das digitale „Lieferketten-Simulationstool“ weiterentwickelt. Damit können verschiedene Lieferketten und Transportwege modelliert und deren Auswirkungen auf ausgewählte Umweltkennwerte miteinander verglichen werden.
HVH Risikotool
Einleitendes
Das digitale Tool HVH Origin Check stellt Informationen und Daten zur Herkunft von Rohstoffen und Produkten sowie zu Lieferketten und Transportwegen bereit. Es macht Zusammenhänge sichtbar und unterstützt Unternehmen dabei, Herkunfts- und Lieferketteninformationen besser einzuordnen.
Weiterentwicklung
Das Tool wird derzeit um Funktionen zur Analyse von Rohstoffherkünften und Lieferketten erweitert. Ziel ist es, Unternehmen künftig auch bei der Identifizierung und Bewertung von Risiken zu unterstützen, die im Zusammenhang mit den DNSH-Kriterien („Do No Significant Harm“) und den Mindestschutzanforderungen („Minimum Safeguards“) der EU-Taxonomie relevant sein können.
Das Tool soll damit künftig eine Datengrundlage für betriebliche Prüf- und Risikomanagementprozesse bereitstellen. Die abschließende Prüfung und Bewertung der jeweils geltenden Anforderungen verbleibt beim Unternehmen.
Waldbesitzer Infos
Unter dem folgenden Button finden Sie Texte zu folgenden Themen: Nachhaltige Forstwirtschaft, Waldfunktionen, Wälder und Klima, Wälder und Biodiversität, Waldtypen, Wälder und Sonderhölzer, Neue Baumarten, Nebennutzungen, Bestandsschutz, Arbeitsverfahren und Maschinen, Qualitätsmanagement, Forstschädlinge, Bioenergie sowie Baumartensteckbriefe.
Diese Texte und pdfs werden aktuell noch im Hinblick auf die Empco Richtlinie überprüft und sind daher bisher noch nicht frei geschaltet. Bitte haben Sie noch etwas Geduld.
Die GIS Plattform Waldvielfalt
Unsere heimischen, bewirtschafteten Wälder weisen eine große Vielfalt an Baumarten auf und bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Die Plattform macht insbesondere die Vielfalt der vorkommenden Baumarten sichtbar und vermittelt einen Einblick in die Bandbreite bewirtschafteter Wälder. Gleichzeitig unterstützt sie Waldbesitzer dabei, potenzielle Abnehmer für weniger gängige Baumarten und besondere Sortimente zu finden. Interessierte Holzabnehmer können über Forstämter, Kommunen oder örtliche Waldbesitzervereinigungen Kontakt aufnehmen. Die Plattform wurde gemeinsam mit Waldbesitzern und Organisationen unterschiedlicher Besitzarten entwickelt, darunter ForstBW, Berliner Forsten, Hessen Rohstoffe e. V., Biosphärenreservat Bliesgau, WBV Regensburg Nord, FBG Pegnitz, WBV Rhön-Grabfeld und Thurn & Taxis Forst.
Die Plattform wird gerade restrukturiert und an die Empco angepasst. Bitte haben sich daher noch etwas Geld.
Das Holz von Hier HOLZMOBILE – Die Schönheit heimischer Hölzer entdecken
Aktuell sind die beiden „Holzmobile“ von Holz von Hier mit der Wanderausstellung „Holz macht Sachen“ unterwegs, die Deuschlandweit an verschiedenen Standorten tourt.
Die meisten Menschen kennen nur wenige der heimischen Hölzer wie z.B. Fichte, Buche oder Eiche und sind oft der Meinung, heimisches Holz sei eigentlich langweilig. Dabei haben wir eine Vielzahl schöner und initeressanter Holzarten. Dies will Holz von Hier mit dem Holzmobile zum zeigen und so die Schönheit und Vielfalt heimischer Hölzer wieder ins Bewußtsein rufen. Das Holzmobile ist in drei Aluminiumboxen verpackt und findet komplett in einem Kombi Platz. Das Holzmobile besteht aus DIN A 4 -großen Tafeln aus 45 verschiedenen heimischen Hölzern. Diese sind drehbar auf Edelstahlstangen montiert. Die Tafeln sind mit hoch-UV-beständigem Schutzlack behandelt.
Falls Sie sich für unser beliebtes „Holzmobile“ interessieren nehmen sie bitte Kontakt mit uns auf: +49 (0)9209.91897-51.
Die Holz von Hier THEMENAUSSTELLUNGEN
Holz von Hier hat kompakte Ausstellungen zu unterschiedlichen relevanten Themen im Zusammenhang mit heimischem Holz der kurzen Wege entwickelt. Diese Themenausstellungen bestehen aus jeweils 5 Bannern oder Tafeln im Format 1 * 2 m sowie jeweils zugehörigen Faltblättern im Format DIN lang. Diese Themenausstellungen können von Partnern und Mitgliedern sowohl ausgeliehen werden, als auch zum Herstellungspreis erworben werden. Dabei stehen prinzipiell verschiedene Präsentationsformen zur Verfügung: a) hochwertige dauerhafte Ausführung als Aluminiumrahmen mit Textilbespannung, b) freistehende Rollups in unterschiedlichen Qualitäten und Preislagen und c) Poster. Zu folgenden Themen liegen Ausstellungen vor: Biodiversität, Böden, Decken, Fassaden, Dämmung, Holzfenster, Forstwirtschaft, Bioenergie, Holzbau, Klimaschutz, Möbel, Innenausbau, nachhaltige Beschaffung, öffentliche Bauten.
Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf: +49 (0)9209.91897-51.
Mediathek
In der Mediathek finden sich eine Vielzahl von Informationsmaterialien für verschiedene Nutzer und Zielgruppen.
Im Zuge der Empco müssen alle diese Materialien Empco konform geprüft und überarbeitet werden. Das kann eine Zeitlang dauern. Die Mediathek steht daher aktuell nicht zu Verfügung.
Liebe Partner, Kommunen, Planer und Betriebe,
wir überprüfen und aktualisieren derzeit unsere Informations- und Werbematerialien im Hinblick auf die neuen Anforderungen der EmpCo-Richtlinie.
Wenn Sie Roll-ups, Fahnen, Checklisten oder andere Materialien kurzfristig benötigen, rufen Sie uns bitte an.
Wir können die Prüfung und Aktualisierung der von Ihnen benötigten Medien dann entsprechend vorziehen. Tel: +49(0)9209 91897-51.
Partner, bei denen sich bereits Materialien im Einsatz oder Umlauf befinden, haben wir über die neuen Anforderungen informiert und halten sie über notwendige Anpassungen auf dem Laufenden. Neu zu druckende oder bereit zu stellende Materialien werden schrittweise aktualisiert und zeitnah zur Verfügung gestellt (z.B. Fyler, Begleitmaterial für die Holzmobile usw.).
Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.





